Karriere: Berufseinstieg und Karriereentwicklung




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Karriere


CareerVenture - Termine Jobmessen 2026

Recruiting-Events für High Potentials mit Einzelinterviews

Recruiting-Veranstaltung mit Einzelinterviews, die sich durch ihre Effektivität, den Serviceumfang und ihren Rahmen deutlich von den üblichen Karrieremessen abgrenzt. Bewerben können sich Studierende, Absolventen und Doktoranden aller Fachrichtungen, die sich für einen Berufseinstieg interessieren sowie Young Professionals, die einen Arbeitgeberwechsel beabsichtigen.

Teilnehmende Kandidaten können an nur einem Tag mehrere vorterminierte Interviewtermine mit Vertretern der attraktivsten Arbeitgeber führen und sich darüber hinaus im Rahmen von Vorträgen und Spontankontakten zusätzlich über die teilnehmenden Unternehmen informieren.

Folgende Termine werden 2026 angeboten:
  • CAREER Venture ® business & consulting fall 2026
    Termin: 21.09.2026, Bewerbungsschluss: 24.08.2026
    Ort: Frankfurt, Lindner Congress Hotel
  • CAREER Venture ® information technology fall 2026 in Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik (GI)
    Termin: 26.10.2026, Bewerbungsschluss: 28.09.2026
    Ort: Frankfurt, Lindner Congress Hotel
  • CAREER Venture ® women 2026
    Termin: 30.11. / 01.12.2026, Bewerbungsschluss: 02.11.2026
    Ort: Seeheim, Lufthansa Training & Conference Center
Mehr Informationen und Bewerbung unter www.career-venture.de.




Entgelttransparenzgesetz – Was bedeutet es für die Gehaltsverhandlung?
von Angela Schütte

Das Entgelttransparenzgesetz verändert die Ausgangslage für Hochschulabsolvent:innen bei Gehaltsverhandlungen subtil, aber spürbar. Es sorgt vor allem dafür, dass Gehälter innerhalb von Unternehmen transparenter werden und Diskriminierung – etwa aufgrund des Geschlechts – schwieriger durchzusetzen ist.

Konkret bedeutet das für dich: Du hast in größeren Unternehmen (ab 200 Beschäftigten) das Recht zu erfahren, wie viel Kolleginnen oder Kollegen in vergleichbaren Positionen im Durchschnitt verdienen. Dieses sogenannte Auskunftsrecht gibt dir eine deutlich bessere Orientierung, was ein realistisches Einstiegsgehalt ist. Gerade beim Berufseinstieg, wenn du noch wenig Marktüberblick hast, kannst du dadurch vermeiden, dich unter Wert zu verkaufen.

In der eigentlichen Verhandlung stärkt dich das Gesetz indirekt. Du kannst dich stärker auf objektive Vergleichswerte berufen, statt nur auf allgemeine Branchenangaben oder dein Bauchgefühl. Es ist auch zu hoffen, dass Unternehmen bei Stellenausschreibungen, ähnlich wie im Öffentlichen Dienst, Gehälter bzw. Gehaltsspannen von vornherein angeben.
Wenn du weißt, in welchem Gehaltsband sich ähnliche Positionen bewegen, trittst du sicherer auf und kannst deine persönliche Forderung besser begründen. Gleichzeitig signalisiert das Wissen um Transparenz auch den Arbeitgebenden, denn so sind willkürliche oder stark abweichende Angebote schwerer zu rechtfertigen.

Allerdings hat das Gesetz auch Grenzen: Es gilt nicht für kleine Unternehmen, und du bekommst keine individuellen Gehälter, sondern nur Medianwerte einer Vergleichsgruppe. Außerdem greift das Auskunftsrecht meist erst, wenn du bereits im Unternehmen bist – bei der allerersten Bewerbung hilft es dir also eher indirekt oder nur, wenn Gehaltsspannen in der Stellenausschreibung genannt werden. Im Bewerbungsprozess muss das Unternehmen allerdings Auskunft geben. Somit kannst du von dir aus entscheiden, wann du diese Auskunft einforderst.

Unterm Strich verbessert das Entgelttransparenzgesetz deine Verhandlungsposition, aber es ersetzt nicht die eigene Vorbereitung. Du solltest weiterhin Marktgehälter recherchieren, deine Qualifikationen klar herausstellen und selbstbewusst auftreten. Das Gesetz gibt dir dabei Rückenwind, aber den entscheidenden Unterschied machst du immer noch selbst in der Verhandlung.




Karriere in der Wissenschaft - mit dem Master zur Promotion und dann?
von Angela Schütte

Studierdende sind heutzutage schon früh dazu aufgerufen die Weichen für ihre Karriere zu setzen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Masters stellt sich dann die Frage in die Wirtschaft zu gehen oder eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Hier ein paar Tipps und Denkanstöße zur Promotion und darüber hinaus.

Mit der Promotion in die Wirtschaft
Die Promotion kann in einigen Bereichen für eine Karriere in der Wirtschaft relevant sein. Zum Beispiel ist sie in der angewandten Forschung oft Voraussetzung. Deshalb promovieren Absolventen aus den Naturwissenschaften, aber auch vielen anderen Studiengängen auch mit dem Ziel einer Karriere in der Wirtschaft gerne. Planen Sie eine Karriere in der Wirtschaft, sollte sich dies aber in der Themenauswahl und in der Art und Weise der Durchführung wiederspiegeln. Praxisbezug ist gefragt. Das bezieht sich nicht nur auf das Thema der Dissertation, sondern auch auf die Tätigkeit zur Finanzierung und das Netzwerk, dass während der Promotionsphase gebildet werden sollte. Kontakte zu zukünftigen Arbeitgebern können gar nicht früh genug geknüpft und gepflegt werden. Diese Aspekte sollten bei der Wahl des Doktorvaters bzw. Fakultät oder ein Promotionsprogramm berücksichtigt werden.

Promotionsstudiengang, -programm oder traditionelle Promotion?
In Deutschland gibt es immer mehr PhD. Programme, aber sie ersetzen die traditionelle Promotion „Made in Germany“ nicht. Diese genießt auch weltweit ein hohes Ansehen. Abgesehen davon sind beide Abschlüsse als gleichwertig zu betrachten und bei einer geplanten internationalen Karriere dürfte der PhD. sogar von Vorteil sein, da seine Anerkennung im internationalen Umfeld gegeben ist. Wie Sie promovieren sollten Sie jedoch hauptsächlich von Ihrer ganz persönlichen Arbeitsweise abhängig machen.

Promotionsstudiengang und -programm
Ein Promotionsprogramm oder –studiengang bietet klare Strukturen, einen Zeitrahmen und damit auch einen gewissen Zwang sich mit dem Thema zu beschäftigen. Netzwerke können durch die Rahmenveranstaltungen und die anderen Promovenden gut gebildet und gefestigt werden. Sicherlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ein Promotionsprogramm bzw. universitärer Promotionsstudiengang dauert in der Regel drei Jahre. Wobei der Promotionsstudiengang einen verpflichtenden Curriculum beinhaltet. Neben der Promotionsarbeit, die natürlich entsprechend betreut wird, erfolgt hier eine Vergabe von Credit Points für besuchte Veranstaltungen. Erfolgreich abgeschlossen ist das Programm also in der Kombination von einer vorgegeben Anzahl an Credit Points und der erfolgreich verfassten Promotionsarbeit.

Promotionsprogramme hingegen haben keinen so strikten Seminarplan. Es besteht bei einigen Programmen durchaus die Möglichkeit diese berufsbegleitend zu absolvieren, da die Präsenzphasen im Block angeboten werden. Somit kann Berufserfahrung und Promotion kombiniert werden. Dies erleichtert auch die Finanzierung. Bei Promotionsprogrammen ist die Praxis oft mit inbegriffen, da diese gerne Forschungsprojekte gebunden werden. Somit ist die Finanzierung erleichtert. Bei einem Promotionsstudiengang muss selbst für die Finanzierung gesorgt werden.

Traditionelle Promotion
Trotz dieser Vorteile promovieren etwas 85% in Deutschland nach dem traditionellen Modell. Es verlangt vom Doktoranden eine gehörige Portion Eigenmotivation, Durchhaltevermögen und Selbstständigkeit. Die Doktoranden der traditionellen Promotion gelten als Einzelkämpfer. Eine Eigenschaft, die einem durchaus liegen muss.

In der traditionellen Promotion promoviert der Doktorand individuell an einer Fakultät zu einem selbst gewählten Thema. Ziel ist die Erstellung und Veröffentlichung der Dissertation. Die Finanzierung erfolgt nicht selten über eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät. Betreut wird der Doktorand vom Doktorvater oder der Doktormutter, einem Professor bzw. einer Professorin der Fakultät.

Thema und Doktorvater/ Doktormutter finden
Motivation, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen wird schon bei der Suche nach dem Doktorvater oder Doktormutter auf die Probe gestellt. Zuerst sollte jedoch ein geeignetes Thema gefunden werden. Dies kann zwei bis drei Monate Zeit in Anspruch nehmen. Immerhin muss ein neues relevantes Forschungsthema generiert werden, welches überzeugt und besonders auch Sie selbst fasziniert. Auf der Webseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) – www.forschungsportal.net finden sich Dissertationsthemen aus dem Bestand der Deutschen Bibliothek.

Gehen Sie eigenständig auf die Suche nach einem Doktorvater oder Doktormutter und begeben Sie sich nicht in die Hände einer Promotionsberatung. Verlassen Sie sich auf Ihre eigene Motivation und Einschätzung. Hier ein paar Anhaltspunkte für die Suche. Doktorvater oder Doktormutter nehmen eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Arbeit ein. ESie sind Experten, Mentoren und nicht selten auch Vorgesetzter bzw. Vorgesetzte. Die Chemie im Miteinander muss stimmen. Darüber hinaus sollte der Betreuende in spe Experte auf dem Gebiet des gewählten Themenfeldes sein. Ein Check der veröffentlichten Publikationen kann hier Auskunft geben. Die Betreuungsqualität kann zum Beispiel im Gespräch mit ehemaligen Doktoranden geprüft werden.

Um mögliche Professoren bzw. Professorinnen und Fakultäten zu finden, kann das Netzwerk der eigenen Hochschule von Bedeutung sein. Recherche und die Einbindung von Kontakten ist insgesamt sehr wichtig. Hilfreich kann auch die Webseite des Hochschulkompass sein (www.hochschul-kompass.de) sein. Vor der Bewerbung sollte genau geprüft werden, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dies wird von Hochschulen und Fakultäten ganz unterschiedlich gehandhabt. Auch wenn die Suche aufwendig ist, lohnt sich die Recherche, um die Voraussetzungen und die Betreuung zu finden, die die eigene Forschungsarbeit beflügeln und nicht behindern.

Natürlich wählen Sie auch beim Promotionsstudiengang bzw. –programm das Thema selbst. Bei der Wahl der Universität bzw. der Graduiertenschule muss berücksichtigt werden, dass sich das Thema in die Forschungslandschaft des Instituts einfügt. Wichtig ist auch, dass die zur Verfügung stehenden Betreuer fachlich weiter helfen können. Somit sollten ähnlich wie bei der Suche nach Doktorvater oder Doktormutter Veröffentlichungen recherchiert und die fundierte Betreuung hinterfragt werden.

Erfolgreich bewerben bei Promotionsprogramm und indivueller Betreuung
„Wie ich in den Wald hinein schreie, so hallt es wieder heraus.“ - Knigge ist gefragt bei der Ansprache und Bewerbung. Wichtig ist eine individuell gestaltete Anfrage. Standardisierte E-Mails haben wenig Chance. Ein großes Augenmerk sollte auf das Anschreiben gelegt werden. Hier steht die Motivation und Faszination für das eigene Thema im Vordergrund und natürlich sollte das eigene Fachwissen fundiert dargestellt werden. Ein Anschreiben darf, im Gegensatz zu einem Anschreiben an ein Unternehmen, gerne bis zu zwei Seiten umfassen. Somit bietet sich genügend Raum Motivation, Thema und Kompetenz zu beleuchten.

Ein Lebenslauf als weiterer Bestandteil der Bewerbung ist immer tabellarisch und umfasst um die zwei Seiten. Schwerpunkt bildet natürlich der akademische Hintergrund. Relevante Projekte oder Seminare aus dem Studium können erwähnt werden. Ein Bild ist nicht verpflichtend, wird aber in Deutschland immer noch gerne gesehen. In die Anlagen gehören die Hochschulzeugnisse und wenn vorhanden, macht sich ein Referenzschreiben eines früheren Lehrenden immer gut.

Bei Initiativanfragen sollten die Bewerbungsunterlagen nicht einfach verschickt werden. Einer vorgeschalteten telefonischen Anfrage ist immer Vorzug zu geben. Gehen Sie so individuell wie möglich vor und bereiten Sie jedes Gespräch durch eine gute Recherche zur Fakultät und Professor bzw. Professorin vor. Nur mit fundierten Informationen und einer guten Darstellung Ihres Themas und Ihrer Person können Sie Interesse wecken und überzeugen.

Finanzierung der Promotion
Bei der traditionellen Promotion und bei einigen Promotionsstudiengängen sind Sie in der Regel selbst für die Finanzierung verantwortlich. Eine gute Möglichkeit bietet sich in einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät. Leider sind diese Stellen häufig zeitlich befristet. Es ist also sicherzustellen, dass die Promotion in diesem Zeitraum abgeschlossen werden kann oder Alternativen zu Verfügung stehen. Informationen zur Bezahlung (TV-L) kann über http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/ abgefragt werden.
Nicht immer werden Vollzeitstellen angeboten und somit ist eine weitere Geldquelle zu finden. Hier könnten Stipendien weiterhelfen, wie zum Beispiel die Studienstiftung des Deutschen Volkes. Dieses unterstützt Doktoranden über drei Jahre mit etwa 1.000 Euro im Monat. Deutschland verfügt über eine vielfältige Stiftungslandschaft. Jedoch knüpfen die Stiftungen eine Vergabe an Kriterien wie gewisse Altersgrenzen oder bei kirchlichen Stiftungen die Religionszugehörigkeit. Auch ist die finanzielle Unterstützung immer zeitlich begrenzt.

Einfacher gestaltet sich die Finanzierung bei strukturierten Promotionsprogrammen an Graduiertenschulen oder einigen Promotionsstudiengängen. Hier bewirbt man sich dann nicht nur für das Programm, sondern zeitgleich für die finanzielle Förderung. Bei einer Zusage ist die Finanzierung gesichert.

Man wird entweder über ein Stipendium gefördert oder kann eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter antreten. Diese Förderung ist jedoch an die Regelzeit des Programms von meist drei Jahren gebunden. Absolventen aus dem Ausland, die in Deutschland promovieren wollen und eine finanzielle Unterstützung benötigen, wenden sich für eine Förderung am besten an den DAAD.

Promotion geschafft – Wie geht es jetzt weiter?
Wer sich nach seiner Promotion in die Wirtschaft orientiert, greift am besten auf sein in der Zeit der Promotion gut gefülltes und gepflegtes Netzwerk und natürlich die vielen Stellenbörsen, Jobmessen etc. zurück. Auch bei guter Arbeitsmarktlage sollte die Jobsuche bis zu einem halbem Jahr vorher in Angriff genommen werden. Gerade in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereichen sollte ein nahtloser Übergang angestrebt werden. Wissen veraltet in unserer heutigen Gesellschaft schnell. Wenn die Jobsuche nach der Promotion länger hinzieht, ist es wichtig das Fachwissen aktuell zu halten.

Karriere in der Wissenschaft
Der klassische Karriereweg nach der Promotion führt in die Wissenschaft und mündet in eine Professur. Eine Karriere in der Forschung mag steinig sein, bedeutet aber auch eine spannende Karriere, die durch die Freiheit der Forschung immer wieder neue Aspekte bereithält. Wer eine Karriere in der Forschung anstrebt, muss Durchhaltevermögen haben, darf nicht vor Niederlagen zurückschrecken und sollte beständig seinen Weg verfolgen. Eine unverwüstliche Begeisterung für das eigene Fachgebiet sind unbedingt erforderlich. Das Ziel, die Professur, will hart erarbeitet sein. Meist erst mit über 40 Jahren ist die Habilitation erreicht und eine Professur möglich.

Der Weg dorthin ist steinig. Postdoc Stellen sind meist zeitlich befristet. Somit ist eine Karriere- und Lebensplanung kaum möglich. Besonders Frauen haben darunter zu leiden. Deshalb werden nur wenige Wissenschaftlerinnen auch Mütter. Zu alledem gestaltet sich die Stellensuche problematisch, da es besonders in Deutschland wenige attraktive Stellen unter der Professur gibt.

Die Habilitation gilt immer noch als der übliche Weg zur Professur. Eine Habilitationsschrift oder vergleichbare Leistungen, die sich in Veröffentlichungen manifestieren, können je nach Habilitationsordnung und Fachbereich zum erfolgreichen Abschluss führen. Wer es geschafft hat, darf an deutschen Hochschulen selbstständig lehren und forschen.

Ein weiterer Weg führt über die Juniorprofessur. Hier erfolgt eine Anstellung zunächst auf drei Jahre und mündet in eine Zwischenevaluation. Wird diese erfolgreich absolviert, wird das Arbeitsverhältnis um drei Jahre verlängert. Danach wird eine weitere Evaluation durchgeführt. Es besteht dann die Möglichkeit einer Dauerprofessur (Tenure Track), wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Emmy Noether-Programm ist ein alternativer Weg, der in die wissenschaftliche Selbstständigkeit führen kann. In einer fünfjährigen Förderung erwirbt man nach der erfolgreichen Promotion die Befähigung zum Hochschullehrer (Infos unter www.dfg.de, Stichworte Forschungsförderung und Emmy Noether-Programm.

Der letzte Schritt – Die Berufung
Fachwissen allein genügt nicht, um eine der begehrten Stellen zu bekommen. Beziehungen und das schon mehrfach erwähnte Netzwerk spielen eine große Rolle. In den Jahren als Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerin kann ein Mentor oder Mentorin, aber auch der gelungene Auftritt auf der wissenschaftlichen Bühne bei Tagungen und Kongressen wichtige Bausteine sein. Um voranzukommen bedarf es, wie schon angemerkt, Ausdauer, Geduld, aber auch Mut und feste Überzeugung in dem eigenen Weg.

Links und Informationen auf einen Blick:
  • ür einen Berufseinstieg im Startup spricht die meist lockere Atmosphäre, die Weiterführende Links, allgemeine Informationen, Gesetzestexte: www.bmbf.de
  • Dissertationsthemen und Informationen rund um die Promotion: www.forschungsportal.net.
  • Informationen zu Promotionsprogrammen etc.: www.hochschul-kompass.de
  • Wiki-Portal für Promotion, Habilitation etc., Infos und Möglichkeiten zum Austausch: www.hochschulkarriere.de
  • Forschungsförderung in der Promotion und danach: www.dfg.de, www.daad.de
  • Tarifgehälter im öffentlichen Dienst: http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/
  • Webportal von Die Zeit: www.academics.de




Wen suchen Unternehmen? Ein Blick auf die andere Seiten
von Angela Schütte

Unternehmen suchen Persönlichkeiten. Besonders, seit dem Einzug von Digitalisierung und KI in die Arbeitswelt spielt die Persönlichkeit bei der Jobsuche eine essentielle Rolle. Offene Stellen bleiben eher unbesetzt, als sie mit Kandidaten zu besetzen, die nicht passen.

Persönlichkeiten sind Mitarbeitende mit den richtigen Kompetenzen. Die Vorstellung von den »richtigen Kompetenzen« sind von Unternehmen zu Unternehmen völlig verschieden. Jedes Unternehmen sucht demnach eine andere Persönlichkeit, weil Arbeitsweise, Umfeld sowie Markt, Vision und Kunden andere sind.

Wieso legen die Unternehmen auf die Persönlichkeit so viel Wert?
Picken wir uns einmal die Teamfähigkeit heraus. Das ist eine Kompetenz, die du fast in jeder Stellenanzeige findest. Das liegt daran, dass eigentlich in jeder Tätigkeit die Mitarbeitende eines Unternehmens irgendwie zusammenarbeiten. Das muss nicht unbedingt ein Projektteam sein, auch Kollegen einer Abteilung werden immer wieder gemeinsam Aufgaben und Problemstellungen lösen.
Dieses Zusammenarbeiten ist für die Unternehmen immens wichtig. Gerade in der Arbeitswelt 4.0 mit vielen Veränderungen durch die Digitalisierung ist das interdisziplinäre Wissen aller Mitarbeitende maßgeblich. Die Fähigkeit zum Miteinander, die Team-, Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit stehen also ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen.

Denke einmal zurück an die letzten Teamarbeiten an der Uni. Warst du vielleicht einmal in einem Team, in dem ein oder zwei Teammitglieder so gar keine Lust hatten oder mit unbegründeten Gegenargumenten jede Diskussion ad absurdum geführt haben?

Ein Unternehmen kann sich so eine Teamarbeit nicht leisten. Sie benötigen Mitarbeitende, die Lust haben und konstruktiv miteinander arbeiten. Das Miteinander klappt, wenn wir ähnlich ticken, also ähnliche Wertevorstellungen haben. Unternehmen suchen nicht konforme Mitarbeitende. Ein Team sollte bunt sein und viele unterschiedliche Wissens- und Lösungsansätze parat haben. Wichtig ist die gemeinsame Grundeinstellung und der Teamspirit.
Diese Einstellung drückt ein Unternehmen in seinen Leitlinien und Werten aus. Informationen findest du fast immer im Internet auf der Homepage oder du kannst auch durch die Analyse der Stellenanzeige etwas zur Grundeinstellung herausfinden.

In Stellenanzeigen versuchen Unternehmen mit vielen kleinen Schlagwörtern die Persönlichkeit zu umschreiben, die gewünscht wird.

Um erfolgreich bei deiner Bewerbung zu sein, ist es also nicht nur wichtig deine Fachkenntnisse zu listen, sondern dem Unternehmen deine Persönlichkeit darzustellen. Das sind alle die wichtigen Schlagworte rund um deine Soft Skills. Diese werden in den Stellenanzeigen in der Regel umfassend beschrieben.

Im Vorstellungsgespräch fragen die Unternehmen ganz explizit nach deiner Selbsteinschätzung zu relevanten Kompetenzen.
Da wird dann gefragt:
  • Wie sieht Ihrer Meinung nach gute Teamarbeit aus?
  • Wo und wie sehen Sie sich selbst im Team?
Da die schriftliche Bewerbung am Anfang steh ist es wichtig im Lebenslauf deine Persönlichkeit und die für das Unternehmen relevanten Skills in den Vordergrund zu stellen. Da du im Lebenslauf wenig Platz hast, kannst du einfach die Schlagworte zur Umschreibung deiner Kompetenzen nutzen.

Deine Kompetenzen solltest du nicht nur im Bewerbungsgespräch, sondern auch in den Bewerbungsunterlagen darstellen, um überhaupt eine Einladung zum Gespräch zu bekommen.